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Mittwoch, 9. Januar 2013

Visszatérés - Rückkehr

Ócsa

Eger

Schloß Gödöllö

verschneite Puszta
So, nun sitze ich also wieder in der Puszta als war ich nie weg und sehr schön ist es. Nach der langen Zugfahrt nach Budapest gab es noch 3 Erkundungstage. Den ersten verbrachte ich zum Teil in Ócsa, zu Weihnachten gab es nämlich einen Puszta-Bildband und darin waren tolle Fotos vom alten Friedhof dort mit interessanten Holzstelen - vor Ort war selbiger regelrecht unheimlich und sehr verfallen, die meisten Stelen stehen inzwischen im Freilichtmuseum. Schön war der Ausflug trotzdem. Der Bildband ist second-hand & schon fast 30 Jahre alt - insofern hatte ich schon gedacht, dass wohl manches nicht mehr so ist.  Am folgenden Tag ging´s zunächst nach Eger, dort wo István Dobó 1552 seine siegreiche Schlacht gegen die Türken führte - ich wollte unbedingt die Burg sehen, seit ich "Die Sterne von Eger" gelesen hatte... und auf dem Heimweg hielt ich noch in Gödöllö (was für ein schöööner Name :-)) und besah mir dort das Schloß. Einst war es ein Lieblingssitz von Sissi, später besetzten es die Russen, dann wurde es Altersheim und verfiel über den Köpfen der dort wohnenden Alten - nun ist es generalsaniert, hübsch anzusehen und beherbergt ein Museum zur eigenen Geschichte. Und am letzten Tag noch ein ausgiebiger Budapest-Bummel mit Besuch des Kerepesi-temetö (noch ein Friedhof), wo viele Größen der unagrischen Geschichte begraben liegen, einige in sehr monumentalen Bauwerken. Und dann ab zum Zug und auf in die Puszta, Doris und Stefan standen winkend am Bahnhof und ich freute mich, wieder da zu sein. Wir hatten einen gemütlichen faulen Tag zusammen, abends natürlich mit Bad im beheizten Bottich auf der Terrasse - da wehen einem Minus-Grade um die Nase, und man sitzt gemütlich im heißen Wasser. Sehr schön ! Am Dienstag ging es dann zu Agnes weiter und nun sind alle Taschen wieder ausgepackt.
Und pünktlich mit meiner Ankunft kam auch der Schnee - und so ist jetzt eine weiß-graue, nebelige Suppe vor der Tür. Aber das stört ja nicht, wenn drin der Ofen bullert und man meist an diesem sitzt :-)

Oh, und natürlich muß ich noch Bücher erwähnen - es gab ein sehr spannendes während der Zugfahrt. Nämlich "Abgefahren" von Claudia Metz & Klaus Schubert. Die beiden brachen 1981 zu einer Morradfahrt nach Japan auf - geplant war ein freies Jahr - und kamen nach 16 Jahren zurück nach Hause und hatten während dieser Jahre die ganze Welt umrundet (auf den Motorrädern) und natürlich viel erlebt. Ein schier unglaubliches Buch. Sehr lesenswert - zumindest für Reisefreaks.
Und nun gibts es erst mal ungarsiche Literatur - Miklós Vamós (Buch der Väter - eine 12 Generationen umspanndes Familiensaga, sehr schön), Sándor Marai natürlich & Imre Kertész. Ich habe ja hier viel Zeit zum Lesen :-)))

So, das waren die Neuigkeiten von hier. Nun ist "Winterschlaf", aber wenn es etwas Berichtenswertes gibt, melde ich mich natürlich wieder. Euch allen derweil eine schöne Zeit !

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