Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Posts mit dem Label Balkan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Balkan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. April 2026

OST-ern

 

bei Zagreb 


 Ja, genau  - Ostern im Osten  ! Mutti hat sich erholt & kommt wieder alleine zurecht. Da bin ich mal fix auf und davon,  weil es da schon ein Date gab für Ostern. Zunächst ging es nach Zagreb,  eine Stadt, der ich mal so gar nichts abgewinnen konnte. Ich trieb mich 3 Tage lang möglichst weit außerhalb rum, in den Bergen und an den Gewässern,  die es da noch so gibt. Und Samstag Abend erneut in einen Bus und am Morgen in Sarajevo wieder ausgestiegen.  Bosnien & Herzegovina- hier war ich tatsächlich noch gar nicht und bin sehr gespannt  ! Und auch die Heike ist gespannt.  Mit ihr habe ich mich hier getroffen und nun gucken wir mal ein bisschen rum im Land  !

 

Sarajevo 



 
 



Sonntag, 11. September 2022

Nordmazedonisches "Bilderbuch"

 Die Hauptstadt Skopje :





Mutter Theresa Gedächtnis Haus (sie wurde in Skopje geboren ,  wieder was gelernt )

 
Das Dörfchen Shishevo und die Matka Schlucht :





Busfahrt mit Hindernissen:

Am Ohridsee und drumherum :











Unesco Weltkulturerbe - die Altstadt von Ohrid

Bitola :








PS: das sieht wieder mal ein bisschen komisch aus , also einfach hier der Blogeintrag, aber ich mach das ja alles an meinem altersschwachen Telefon und immer dauert alles ewig und nervt mich - drum geht das nun einfach so ! :-)

Balkan-Melodien

 Die nächste Verabredung habe ich Mitte September in Griechenland . Und den Weg dorthin wollte ich so legen , daß ich etwas Neues und Unbekanntes zu sehen bekomme. Die Wahl fiel auf Nordmazedonien .


Ein kurzer Aufenthalt in der Hauptstadt Skopje - eine kuriose Mischung aus protzig und arm und kaputt, altmodisch und modern und ziemlich schmuddelig. Und Bettwanzen im Hostel  ! Ohje; ich erwachte zerbissen von oben bis unten . Ein sehr mieses Souvenir.

Danach bevorzugte ich mein Zelt und hatte es idyllischer; wanderte durch die Matka - Schlucht und über die umliegenden Berge , in denen sich einige Kirchen und Klöster verstecken , von denen aus es eine super Aussicht gab. Am ebenfalls etwas schmuddeligen, aber sympathischen Privat - Zeltplatz gab es kuschelige Katzen und die Gesänge des Muezzins von der nahe gelegenen Moschee zum Morgenkaffee . Abends duddelte orientalisch anmutende Musik von den Nachbarn über den Fluß . 

 Und danach folgten Wandertag auf der anderen Seite des Landes am Ohridsee (die Hälfte gehört schon zu Albanien ) und im Galicia -Nationalpark. Dort lief ich mir regelrecht die Füße wund und war begeistert , Berge und Wälder und grandiose Ausblicke hinunter zum See,  wo sich alle anderen in der Sonne aalten und im Wasser planschen.  Ich dann auch jeweils zum Tagesausklang. Natürlich gab's auch hier diverse schmucke Kirchen und Klöster .
 

 
Die eindrückliche und lustigste Begegnung gab es mit Radmila  (stolze 85 Jahre alt ) und ihrem Esel Bosko.  Ich wollte ja eigentlich nur den Esel mal knuddeln , wir radebrechten ein bisschen und letztlich half ich den beiden , ca. 30 Ballen Heu den Hang hinauf zum Stall und dort hinein zu verfrachten . Radmila weinte fast vor Freude , daß das Tagesprogramm so schnell erledigt war. Und ich setzte danach meine Wanderung zwar völlig verschwitzt, aber sehr gut gelaunt fort (ins Schwitzen kam ich dabei ja dann sowieso ). Ich war mal wieder sehr erstaunt , über den Kontrast - wie hart die teils sehr alten Leute da oben in den Bergen schuften  (junge Leute gab's kaum ) und wie luxuriös es dagegen unten am See zugeht. Die Kinder von Radmila waren schon lange fortgezogen und leben in der Türkei , ihren Mann hat sie vor vielen Jahren begraben.... vermutlich würden viele Biografien in den Bergdörfern ähnlich klingen .
 

Nun zum Schluss ein kurzer Halt in Bitola, die Stadt der streunenden Hunde . Bloß gut , dass das nicht überall so war, das ist nichts für mein Gemüt  ! Hier jedenfalls gibt es sehr viele . Und viele Kirchen und Moscheen , ein altes Basar -Viertel , eine Schicki-Micki-Flaniermeile, eine kleine Ausgrabungsstätte . Und nur 20 km weiter die Grenze zu Griechenland . Nur leider keinerlei öffentlichen Transport  (nicht nur hier nicht, prinzipiell nicht zwischen diesen beiden Ländern ). Das ist nun morgen meine Tagesaufgabe. Wandern und /oder trampen zum 1. griechischen Ort,  wo ich dann hoffentlich noch den gewünschten Bus erwische. Drückt die Daumen , daß es reibungslos klappt (und ja nicht ausgerechnet morgen regnet !). 

Das waren nun ganz schön viele Eindrücke für so ein paar Tage . Da darf es nun gern bald wieder ruhiger zugehen :-) Bis bald wieder  !

Dienstag, 20. Mai 2014

On the Road again...





unendlich viele Störche überall


morgens kurz nach 5 an der Donau

Felsenbild des Decebal in Rumänien


am Eisernen Tor entlang

da drüben radelte ich vergangenes Jahr



einfach nur schön !

etwas eintönig in der Voivodina in Serbien

im Museum für naive Malerei in Kovacica

die Puszta ist erreicht

viele Holunder-Plantagen




Los ging es – nun schon vor über 2 Wochen – gleich über die Donaubrücke (namens „Brücke der Freundschaft“ aus den 50’er Jahren und über 2 km lang) nach Rumänien. Weiter durch leuchtende, frühlingsgrüne Alleen & endlose Getreide-  und quietschegelbe Rapsfelder, durch eine Kette kleiner Dörfer, deren Namen ich längst wieder vergessen habe, überall winkten Leute und wünschten mir eine gute Fahrt. Leider endete gleich der erste Tag mal wieder mit einem kaputten Rad. Speiche gebrochen, fette 8 im Rad und auch am Gepäckträger was gebrochen... Aber die Rumänen sind einfach unglaublich – am Sonntag morgen wurde ich zu einem Rad-Laden begleitet, dort wurde gratis repariert und während der Wartezeit unternahm der englisch-sprechende Sohn des Hauses  mit mit eine Sightseeing-Tour, 2 Stunden später schweisste ein Bekannter auch noch den Gepäckträger und alles war wieder gut J. Und wieder zurück in dem Camp, wo ich für 4 Euro eine Hütte gemietet hatte, gab es eine Einladung zu Grill und Wein. Ein toller und sehr lustiger Tag inkl. erneutem Rumänisch-Crash-Kurs. Ach & während der Sightseeing-Tour trafen wir einen Engländer zu Rad – unterwegs nach Usbekistan ! Der 2. Fernradler der Woche.
Weiter durch endlose Felder; durch Dörfer, in denen es von Storchen-Horsten regelrecht wimmelte. 3 Tage später traf ich zufällig auf den „Hafen der Kulturen“ in Cetate – ein ehemaliger Agrarhafen – bis 1945 wurde hier das Getreide verschifft, mit dem man dann in Wien die Brötchen buk, danach ging das Getreide zu den Russen – heute Privatbesitz eines rumänischen Schriftstellers, der daraus eine literarische Begegnungsstätte machte. Ein sehr schöner Fleck und ich durfte dort campieren. Nach einem ungemütlichen Strassenabschnitt folgte eine wunderschöne Etappe am s.g. „Eisernen Tor“ entlang, da hat es mir auch letztes Jahr sehr gefallen. Und schon war eine Woche um und die rumänische Strecke absolviert. Leider ging fast jeden Tag was am Rad kaputt (aber nix, was nicht reparabel war), wenn das so weiter geht, muss ich die letzten Kilometer nach Hause wohl laufen J
In Serbien verliess mich mein Glück – das Wetter wurde schlecht und auch die Leute begegneten mit oft sehr unfreundlich (was ich mal auf das Wetter schiebe und meine mickerigen Sprachkenntnisse). Erstes Ziel waren die Dörfer Padina und Kovacica, in Serbien bekannt für naive Malerei. Auf dem Weg dorthin hatte ich den wohl blödesten Tag, seit ich überhaupt mit dem Rad unterwegs bin – es begann mit einem Platten, steigerte sich mit Sturm (in welche Richtung der Wind wehte, ist ja wohl klar) und gipfelte in einem irren Regenguss, natürlich auf freiem Feld und weit und breit nix zum Unterstellen, zum nächsten Dorf noch 11 km, was dank Regengepeitsche fast 1 Std. dauerte, dazu ein paar unerfreuliche Begegnungen mit knuckerigen Leuten... da war ich echt mal so richtig bedient. Aber abends in netter, kleiner Pension war alles wieder in Ordnung. Dort sass ich letztlich 2 Tage fest, da der Regen gar nicht mehr aufhören wollte – das hat man ja scheinbar auch zu Hause vernommen, dass Serbien deshalb grosses Hochwasser hatte und tausende Menschen evakuiert werden mussten in der vergangenen Woche. Danach wollte ich die Strecke nur noch hinter mich bringen, 3 Tage war es noch kalt, grau, manchmal Regentropfen, aber die verliefen trotzdem relativ gut und am vorerst letzten Radeltag schien wieder die Sonne – damit ich die ungarische Puszta wieder von der schönsten Seite sehe J Und gestern nachmittag kam ich wohlbehalten mal wieder in Kunadacs bei Doris und Stefan an und hier bleibe ich 2 Wochen.
Euch allen eine schöne, sonnige Zeit und bis bald wieder hier.