Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Freitag, 2. Oktober 2026

Most machen im Mostviertel

 




Der Name ist Programm  ! Zu jedem Hof in der Umgebung gehören große,  alte Birnen- und Apfelbäume.  Und früher wurde vermutlich auch auf jedem Hof Most gepresst. Hier wird das immer noch  ! Meine Aufgabe ist jeden 2-3. Tag (je nach Wind) all die runter gefallenen Birnen und Äpfel einzusammeln.  Auch für solche Aufgaben gibt es cleveres Werkzeug.  Und Spaß macht es auch,  sehr meditativ.  Und dann kommt es zu Opa, Schubkarren-weise, er wirft es in eine Maschine,  wo das Obst erst gehäckselt und danach gepresst wird.  Der Saft rinnt dann direkt in große Behälter in den Keller,  wo es gären kann und ein bisschen Alkohol entwickeln. Und für uns gibt es einen frischen Krug Süßmost. 

Ein gespritzter Most gehört hier beim Essen genauso dazu wie die allgegenwärtigen Knödel. 
 




Sonst ist nicht viel erzählenswertes passiert. Die Bäume färben sich bunt, ein paar wenige Pilze sprießen,  jedes Wochenende ist die Wirtschaft brechend voll.... ich bin am liebsten im Stall oder draußen.  In der Küche bleibt die Stimmung häufiger auf der Strecke...
An den freien Tagen wandere ich kreuz und quer bzw. hoch und runter durch die Umgebung. So bleibt es alles noch ein Weilchen....
Und nun früh ins Bett ,  damit ich morgen früh fit bin zum melken und für die hektischen Küchenstunden danach  ! Euch allen derweil ein vergnügtes Wochenende  ! 

Mittwoch, 23. September 2026

Einfach so ...

 .... ein paar Bilder vom Wandertag heute ,  weil es wieder so schön  war  ! Gleich vor der Tür ,  gar nicht weit weg gewesen, nur zum nächsten Ort gelaufen  . ... 







 

Mittwoch, 2. September 2026

"Almleben, Almliebe"

 




....so betitelte die Niederösterreichische Zeitung Mitte Juli einen Artikel über die Wanderer-Raststätte und den Hof hier. Danach war ganz schön was los, immer voll... auch jetzt noch sind vor allem an den Wochenenden alle Plätze besetzt und viel zu tun.

Für mich beginnt der Tag für gewöhnlich um 6 im Stall,  Schweine, Hühner,  Lämmer füttern und die Schafe melken.  Aus der Milch wird dann Frischkäse, der auch auf den Jausen- Platten  landet oder auf Bestellung ausgeliefert wird. Die Morgenstunden im Stall und mit dem Getier mag ich sehr, trotz des frühen Aufstehens. 
 


Nach der Frühstückspause geht es in der Küche weiter, Vorbereitungen für den Mittagsansturm. Ich mache vor allem die Kartoffelknödel - darin werde ich hier noch zum Profi ! (Derweil brutzelt im Ofen der Braten und köchelt das Kraut,  ja, immer alles mit dem großen Holzofen,  auch wenn draußen über 35 Grad sind  !) Ohne Knödel jeglicher Art geht es in Österreich  ja scheinbar nicht  ! Es gibt auch noch Semmelknödel und diverse gefüllte Knödel. Sehr lecker alles ! Wenn dann auch noch die Suppe und  die Salate parat sind, sitzen meist auch schon die ersten Gäste draußen in der Sonne bzw. unter den Sonnenschirmen.
 
Auch hier war es ja, wie fast überall,  wochenlang sehr heiß und trocken.  Inzwischen hat sich das ein bisschen geändert,  was vor allem die Schafe freut - auf der Wiese gibt es mal wieder richtig Gras  !
Manchmal macht sich schon ein kleines Herbstgefühl breit. Und ich hatte nun auch schon mein "Bergfest", die Hälfte der Zeit hier ist schon vorbei. 
Nach dem Mittagschaos habe ich noch mal Pause,  bevor schon wieder Stall und Tiere dran sind. Und danach ist für mich der Tag vorbei.  Manchmal reicht mein Elan noch für einen kleinen Spaziergang,  auf den nächsten Berg oder einfach so durch Wiesen und Wald. Das mache ich hier natürlich wie überall an meinen freien Tagen,  die Gegend erkunden. Leider ist es etwas umständlich, mit Bus/Bahn woanders hin zu kommen  - und  vor allem danach am Abend immer der lange Fußmarsch wieder den Berg hinauf... ufff..  fast 2 Stunden dauert das.... Nichtsdestotrotz habe ich schon einige schöne Ecken hier erkundet !   
 


 

 


 Und manchmal bin ich auch fauler, schaue auf einen Sprung und Schwatz zur nächsten Almhütte oder lese stundenlang,  auch wie immer  - hier habe ich dafür einen herrlichen Platz entdeckt,  eine Schutzhütte mit sehr schöner Aussicht und Stille, mein aktueller Lieblingsplatz  !
Nun bin ich gespannt,  was die nächsten Wochen noch so bereit halten und wie der Herbst wird !
Hier noch der Link zum oben erwähnten Artikel,  für Neugierige:
 https://m.noen.at/hallo-mostviertel/wanderrast-hochschlag-almleben-almliebe-531535524

Und nun habt alle eine gute Zeit,  bis demnächst wieder  !
 

 PS: gestern traf ich beim Wandern auf ein Gedenkkreuz - zur Erinnerung an die Opfer des 1. und 2. Weltkrieges, " den Gefallenen  zum Gedenken und uns zur Mahnung zum Frieden  " stand da... und abends las ich dann Artikel über Pläne, in Leipzig eine neue Rüstungsfabrik zu errichten.  Da zweifelt man mal wieder an der Vernunft der ganzen Welt....



Donnerstag, 6. August 2026

W wie Wachau

 



.... und wie Welterbe und Wein. Und wenn mans umdreht wird es ein M wie Marille. Genau um diese Dinge dreht es sich hier am Wachau-Welterbesteig  ! 

Am Hof ist Betriebsruhe 10 Tage,  natürlich ist von der Familie abwechselnd immer jemand vor Ort, der Tiere wegen.  Aber für mich sind einfach Ferien  ! Das ist mal cool,  so mitten im Sommer  ! Ich wollte wandern und nicht unbedingt so weit weg und habe mir diesen Welterbesteig ausgesucht  ! Sooo schön  ! Während man sich unten am Donauradweg drängelt, ist frau im Hinterland ziemlich mit sich alleine. Am Montag letzter Woche ging es zunächst zum Stadtbummel nach Krems und den Uwe aus Leipzig besuchen (er arbeitet dort an der Uni),  abends zum Wein süffeln in einen Heurigen.  Und dann am nächsten Morgen los - durch Sonnenschein und tausende Rebstöcke, mit tollen An- und Aussichten ! 

 








Genau der Sonnenschein wurde im Laufe der nächsten Tage eher das Problem ,  es war irre heiß ,  ich musste verdammt viel Wasser mit mir herumtragen und das Laufen bergauf, bergab bei bald 40 Grad war doch auch ganz schön anstrengend .  Jeden Tag startete ich früher ,  am zeitigen Morgen lief es sich am besten . Ende der Woche erreichte ich die Stadt Melk und da hatte ich schon entschieden ,  dass ich nun nicht den ganzen Weg auf der anderen Donau -Seite bis Krems zurück laufe ! Zu heiß einfach . Aber sehenswert war es auch  !






 Am letzten Tag gab es noch ein kleines "Geschenk " - mir kroch ein Käfer ins Ohr, bis kurz vors Gehirn gefühlt (oh je und wie sehr das weh tut).... das führte zu einer fiesen Ohrenentzündung und einigen Besuchen beim HNO-Arzt.... daran werde ich mich vermutlich nun immer zuerst erinnern .